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Campervan Roadtrip Kanarische Inseln: Halb so teuer wie in Europa

  • 24. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Vor einigen Wochen hielt ich an einer ganz gewöhnlichen Tankstelle. Die Art von Stopp, der überall in Europa hätte passieren können: Berlin, Paris oder Mailand. Ich fahre einen kleinen Smart fortwo, ein kompaktes Stadtauto mit einem Tank von etwa vierzig Litern. Der Tank war fast leer, also ließ ich die Zapfpistole laufen, bis sie klickte. 36 Liter. Der Bon druckte: 73,47 Euro.


Dreiundsiebzig Euro für einen Smart.


Mit dem Bon in der Hand kam mir die Zahl seltsam vertraut vor. In den 1990ern füllten meine Eltern Autos wie einen Fiat Croma oder einen Volvo 850 für ähnliche Summen auf, bevor langen Familienroadtrips. Das waren große Reiseautos. Hier zu stehen im Jahr 2026 und fast dasselbe für ein kleines Stadtauto zu zahlen, fühlte sich surreal an. Und es erinnerte mich sofort an eine Tankstelle, die ich nur wenige Wochen zuvor auf den Kanarischen Inseln besucht hatte.

Fuel prices at a DISA gas station in Tenerife, February 2026: Diesel 0.98 euros per litre, Petrol 1.00 euro per litre
Teneriffa, Februar 2026: Diesel 0,98 €, Benzin 1,00 € pro Liter. Kraftstoffpreise aus einer anderen Zeit.

Benzinpreise auf den Kanarischen Inseln: Eine andere Welt


Ein paar Wochen vor dem Berliner Stopp fuhr ich durch Teneriffa, auf einer dieser kurvenreichen Inselstraßen, die die Fahrt selbst zum Erlebnis machen. Irgendwo zwischen einem kleinen Küstenort und dem nächsten Aussichtspunkt hielt ich an einer DISA-Station, dem lokalen Tankstellennetz, das man auf den Inseln überall sieht. Dann schaute ich auf die Preisanzeige.


Diesel: 0,98 Euro pro Liter. Benzin: etwa 1,00 Euro.


Einen Moment lang dachte ich ehrlich, ich hätte mich verlesen. Ein Euro pro Liter. Nicht zwei. Nicht 1,80. Einfach ein Euro. Es fühlte sich an wie ein kleines Zeitportal zurück in die frühen 2000er. Die Art von Preisen, die man aus dem Studium kennt, als zwanzig Euro im Tank eine ganze Woche Fahren ermöglichten.


Und der überraschende Teil? Das war vor weniger als zwei Monaten. Im Jahr 2026.


Die Zahlen im Vergleich


Stellt man sie nebeneinander, wird der Kontrast deutlich.


In weiten Teilen Mitteleuropas liegt der Benzinpreis 2026 häufig zwischen 2,00 und 2,40 Euro pro Liter. Das ist stillschweigend zum neuen Normal geworden, in Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden.


Auf den Kanarischen Inseln liegt Benzin oft bei rund 1,00 Euro pro Liter. In der Praxis bedeutet das: Kraftstoff auf den Inseln kann mehr als 50 % günstiger sein als auf dem europäischen Festland. Oder in Reisesprache: Für den Preis eines Tanks in Kontinentaleuropa kann man auf Teneriffa oder Fuerteventura fast zweieinhalb Tanks füllen.

Dieser Unterschied klingt auf dem Papier abstrakt. Auf der Straße verändert er alles.


Warum ist Benzin auf den Kanarischen Inseln so günstig?


Der Grund liegt in einem Detail, das viele Reisende übersehen. Die Kanarischen Inseln operieren unter einem Sondersteuersystem innerhalb Spaniens und der Europäischen Union. Anstelle der üblichen Mehrwertsteuersätze von 19 bis 23 % erheben die Inseln eine lokale Verbrauchssteuer namens IGIC, die bei etwa 7 % liegt.


Dieser eine Unterschied zieht sich durch den gesamten Alltag. Lebensmittel sind günstiger. Restaurants sind erschwinglicher. Die täglichen Kosten sind spürbar niedriger. Und Kraftstoff folgt demselben Muster.


Da die Inseln als Sonderwirtschaftszone behandelt werden, bleiben die Steuern auf Benzin und Diesel deutlich niedriger als auf dem Festland. Das Ergebnis ist ein Reiseziel, das spektakuläre Natur mit überraschend vernünftigen Alltagskosten verbindet.


Warum das für einen Campervan-Roadtrip entscheidend ist


Für alle, die einen Roadtrip auf den Kanarischen Inseln im Campervan machen, sind die Benzinpreise keine Kleinigkeit. Sie prägen den Rhythmus der gesamten Reise.

Wenn Benzin teuer ist, wird jeder Umweg zur Kalkulation. Fahren wir wirklich diese Bergstraße hoch? Ist dieser Aussichtspunkt die Extra-Kilometer wert? Vielleicht lassen wir den versteckten Strand heute aus.


Wenn Kraftstoff etwa halb so viel kostet, verschiebt sich die Denkweise komplett. Fahren wird wieder spontan. Neugier ersetzt Kalkulation. Eine Straße, die interessant aussieht, wird zum Grund, das Steuer herumzureißen. Das ist genau der Moment, in dem Vanlife so anfängt zu fühlen, wie es immer gedacht war.


Keine Rechnungen, nur Fahren

An einem einzigen Tag auf Teneriffa kann man in der Nähe des Ozeans aufwachen, durch uralte Lavafelder fahren, Kiefernwälder in den Bergen durchqueren und den Sonnenuntergang von einer Klippe über dem Atlantik beobachten. Auf Fuerteventura kann man von vulkanischer Wüste zu türkisfarbenen Lagunen zu offenen Dünen wechseln, alles innerhalb weniger Stunden.


Die Inseln sind kompakt genug, dass Entdecken nie erschöpfend wirkt, und doch vielfältig genug, dass jede Route etwas Neues offenbart. Und wenn Kraftstoff bei rund einem Euro pro Liter liegt, hören diese spontanen Umwege auf, Entscheidungen zu sein, und fühlen sich an wie das Natürlichste der Welt.


Teneriffa und Fuerteventura: Die besten Inseln für deinen Campervan Roadtrip Kanarische Inseln


Wenige Orte in Europa eignen sich so gut für Campervananreisen wie die Kanarischen Inseln. Die Distanzen sind überschaubar, die Straßen schlängeln sich durch Landschaften, die filmisch wirken, und das Klima sorgt das ganze Jahr über für angenehme Bedingungen. Vier bis fünf Stunden von den meisten europäischen Städten entfernt, und doch fühlt sich die Landschaft genuinfern an.


Teneriffa

Vulkanisch, vertikal und endlos abwechslungsreich. Ein Roadtrip durch Teneriffa führt von subtropischer Küste über Kiefernwald bis zum Mondlandschaft des Teide-Nationalparks, alles in Fahrdistanz zueinander. Der Norden ist üppig und dramatisch. Der Süden öffnet sich weit über den Atlantik. Die Bergstraßen dazwischen verbinden zwei völlig verschiedene Versionen derselben Insel.


Fuerteventura

Flach, offen und zum Fahren gemacht. Fuerteventura hat ein anderes Tempo: weite Straßen, lange Horizonte, kilometerlange Strände ohne Menschenmassen. Die Nordküste rund um Corralejo und El Cotillo ist eines der besten Vanlife-Gebiete des gesamten Archipels. Die Halbinsel Jandía im Süden belohnt alle, die die unbefestigte Straße auf sich nehmen.


Der Campervan-Vorteil


Modernes Vanlife ist längst nicht mehr nur Minimalismus. Viele Reisende, die heute die Freiheit von Campervanjourneys entdecken, sind Paare, digitale Nomaden oder Familien, die sowohl Komfort als auch Unabhängigkeit schätzen. Ein Premium-Campervan schließt die Lücke zwischen beidem: ein bequemes Bett, eine kompakte Küche, ein privates Bad und große Fenster, die für genau die Art von Landschaft gemacht sind, die die Kanarischen Inseln bieten.


Wenn die Benzinpreise vernünftig bleiben, wird der Campervan mehr als nur Transport. Er wird ein mobiles Basecamp, das dem Licht folgt, dem Wind und der nächsten interessant aussehenden Straße.


Die vanXcapes-Flotte umfasst vollausgestattete Campervans auf beiden Inseln, vom klassischen VW California 6.1 Ocean bis zum geräumigen VW KNAUS Van TI Plus 700 LF Platinum mit Panoramafenstern. Alles fertig eingerichtet und startklar, sodass nur noch eine Frage bleibt: in welche Richtung zuerst.



vanXcapes – for vansation seekers.


Eine Straße. Ein Tank. Ein Euro pro Liter.

Der Kanarische Inseln Roadtrip braucht nicht viel mehr als das.

 
 
 

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