Der wilde Norden Fuerteventuras – Ein Campervan Road Trip Guide
- 24. Feb.
- 5 Min. Lesezeit
Der Norden Fuerteventuras fühlt sich vom ersten Kilometer an anders an. Rauer, offener, elementarer. Es ist der Teil der Insel, auf dem man instinktiv langsamer wird, anhält, aus dem Van steigt und einfach einen Moment stehen bleibt. Wind im Gesicht. Atlantik vor einem. Stille hinter einem.
Dieser Guide behandelt die besten Stopps, versteckten Orte und praktischen Tipps für eine Campervan-Reise durch den Norden Fuerteventuras. Ob man den Van in der Nähe des Flughafens abholt und direkt nach Norden fährt oder sich diesen Abschnitt für die letzten Tage aufhebt: der wilde Norden belohnt alle, die sich Zeit nehmen.

A woman walking along a seemingly endless beach at Cofete in the north of Fuerteventura.
Warum der Norden Fuerteventuras perfekt für Campervan-Reisen ist
Der Großteil des Tourismus auf Fuerteventura konzentriert sich im Süden. Im Norden öffnet sich die Insel. Weniger Hotels, längere Strände, rauere Küste und ein Tempo, das zum Campervan-Reisen passt. Man hetzt nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Man folgt Wind und Licht, hält an wo es sich ergibt und fährt weiter wenn man bereit ist.
Die Abstände zwischen den besten Stopps im Norden sind kurz. Von Corralejo bis El Cotillo bis ins vulkanische Innere ist alles innerhalb von 30 bis 40 Minuten Fahrt verbunden.
Corralejo und die Dünen – Wo dein Fuerteventura Norden Campervan Trip beginnt
Corralejo ist oft der Ausgangspunkt. Lebendig, international, gut angebunden. Doch südlich der Stadt erstrecken sich die Dunas de Corralejo weit und golden. Der Sand bewegt sich ständig mit dem Wind, das Meer wechselt innerhalb von Minuten die Farbe von Türkis zu tiefem Blau.
Frühe Morgen hier sind etwas Besonderes. Lange Spaziergänge entlang der Grandes Playas Corralejo, sanftes Licht, kaum jemand in der Nähe. Es fühlt sich weit an. Fast wie ein Kontinent. Und doch erinnern die vulkanischen Silhouetten im Hintergrund daran, wo man sich befindet.
Die besten Parkplätze in der Nähe der Dünen
Die Grenze des Naturparks schränkt ein, wo man übernachten kann, aber mehrere legale Parkplätze liegen direkt am Rand der Dünen. Wer am späten Nachmittag ankommt, bekommt das beste Licht und das ruhigste Erlebnis. Am frühen Morgen, bevor die Tagesausflügler aus Corralejo eintreffen, fühlt sich der Strand an, als gehörte er einem allein.
Morgenspaziergänge vor dem Trubel
Die Dünen erkundet man am besten zu Fuß und am frühen Morgen. Wer vom Hauptparkplatz nach Süden geht, hört nach zehn Minuten das Rauschen der Straße nicht mehr. Nur Sand, Wind und der Atlantik. Mindestens eine Stunde sollte man sich hier gönnen, bevor man weiterfährt.
El Cotillo – Klippen, Lagunen und atlantisches Licht
Richtung Westen nach El Cotillo wird die Landschaft flacher und mondähnlicher. Lavafelder, offenes Gelände, vereinzelte weiße Häuser. El Cotillo selbst ist zurückhaltend und authentisch. Kleiner Hafen, einfache Cafés, atlantische Dünung.
Nahe gelegene Strände wie die Playa de los Lagos oder die Playa del Castillo bieten gegensätzliche Stimmungen. Ruhige Lagunen auf der einen Seite, kraftvolle Wellen auf der anderen. Die Sonnenuntergänge hier sind intensiv. Der Himmel wird tiefes Orange, die Klippen leuchten und das Meer spiegelt jede Farbe.
Die natürlichen Lagunen von El Cotillo
Die Lagunen südlich von El Cotillo entstehen durch Vulkangestein, das als natürliche Barriere gegen den Atlantik wirkt. Das Ergebnis sind flache, türkisfarbene Becken, die auch dann ruhig bleiben, wenn das offene Meer aufgewühlt ist. Perfekt zum Schwimmen, perfekt um mit einem Kaffee danebenzusitzen während das Licht sich verändert.
Sonnenuntergangs-Parkplätze an den Klippen
Die Straße entlang der Klippen nördlich von El Cotillo bietet mehrere Haltebuchten mit direktem Blick auf den Atlantik. Nichts steht zwischen einem und dem Horizont. Eine Stunde vor Sonnenuntergang ankommen, den Platz sichern und den Himmel das Weitere tun lassen.
Lajares und das vulkanische Innere – Eine andere Seite des Nordens
Wer ins Landesinnere Richtung Lajares fährt, entdeckt eine weitere Schicht des Nordens. Umgeben von den Volcanes de Bayuyo und trockenem, strukturiertem Boden hat dieses kleine Dorf ein kreatives, entspanntes Flair. Von hier aus öffnen Wanderungen zum Calderón Hondo oder Spaziergänge über die Lavafelder weite Blicke über die Insel. Das Gelände ist rau, aber zugänglich. Jeder Schritt offenbart neue Winkel aus schwarzem Stein und endlosem Himmel.
Wanderung zum Calderón Hondo
Der Weg zum Calderón Hondo beginnt in der Nähe von Lajares und dauert etwa 45 Minuten in jede Richtung. Der Vulkankrater oben bietet einen der besten Panoramablicke im Norden der Insel. Früh losgehen um die Mittagshitze zu vermeiden und Wasser mitnehmen. Der Van wartet unten auf dem Parkplatz.
Wo man Kaffee trinken kann
Lajares hat einige kleine Cafés, die ab Mitte des Vormittags öffnen. Das Dorf zieht Surfer und Kreative an, daher ist der Kaffee besser als man bei einem so kleinen Ort erwarten würde. Ein guter Ort um zu sitzen, den Rest des Tages zu planen und den Morgen langsamer werden zu lassen.
Faro del Tostón – Der Rand der Insel
Weiter nördlich markiert der Faro del Tostón einen der äußersten Punkte der Insel. Der Leuchtturm steht vor dem offenen Atlantik, Wellen brechen gegen dunkles Gestein. Hier zu stehen hat etwas Erdendes. Keine Hotelkomplexe, keine großen Entwicklungen. Nur Küste, Wind und Weite. Man begreift wie nah Afrika ist, wie klein man sich fühlt und wie gut das sein kann.
Was man am Leuchtturm erwartet
Die Gegend um den Faro del Tostón ist offen und exponiert. Im Leuchtturm gibt es ein kleines Museum und in der Nähe ein winziges Fischerdorf namens El Cotillo de Tostón. Die Zufahrtsstraße ist asphaltiert aber schmal. Jeden Kilometer wert.
Versteckte Stopps und Miradors im Norden Fuerteventuras
Der Norden belohnt alle, die kleine Umwege nehmen. Der Mirador del Risco de las Peñas rahmt die Dimensionen Fuerteventuras perfekt ein: geschichtete Täler, sanfte Farben und grenzenlose Tiefe.
Im Norden selbst bieten weniger bekannte Parkplätze und Küstenbuchten spontane Momente: Kaffee mit Blick auf die Playa Blanca, ein leerer Abschnitt bei der Playa del Moro, ein Abendspaziergang nahe der Montaña Roja. Das sind keine Sehenswürdigkeiten. Es sind Pausen.
Wie man den Norden Fuerteventuras mit dem Campervan erkundet
Wie viele Tage braucht man
Zwei volle Tage reichen, um die wichtigsten Stopps ohne Hetze zu sehen. Drei Tage geben einem die Möglichkeit langsamer zu werden, Lieblingsplätze zu wiederholen und sowohl einen Sonnenauf- als auch einen Sonnenuntergang an verschiedenen Orten zu erleben. Wer den Norden mit dem Rest der Insel kombiniert, sollte mindestens zwei Nächte einplanen.
Welchen Campervan man für den Norden wählt
Die Straßen im Norden Fuerteventuras sind asphaltiert und gut gepflegt, daher kommt jeder Van der vanXcapes-Flotte problemlos zurecht. Wer abgelegenere Küstenorte erreichen möchte, profitiert von der kompakten Größe des VW California 6.1 Ocean. Für Paare oder kleine Familien, die sich ein paar Nächte an einem Ort einrichten möchten, bietet der VW Grand California 600 den meisten Komfort.
Starte dein Fuerteventura Norden Campervan Abenteuer
Der wilde Norden Fuerteventuras ist für alle, die Raum zu schätzen wissen. Keine kuratierten Erlebnisse, sondern elementare Landschaften. Sand, Lava, Wind, Horizont. Es ist der Teil der Insel, der einem am längsten in Erinnerung bleibt.
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